Vernetzt dank LoRaWAN

Intelligente Kühlschränke und Küchengeräte – schon vor gut 10 Jahren wurde darüber berichtet und entsprechende Geräte wurden medienwirksam angepriesen. Allerdings haben sie bis heute noch nicht Einzug in unsere tägliches Leben genommen. Die Technik hat jedoch auf einer ganz anderen Front unsere Wohnräume in Beschlag genommen. Kleine vernetzte Geräte buhlen um unsere Gunst und Aufmerksamkeit und erledigen für uns nützliche und unnützliche Dinge im Alltag. Im Vordergrund nimmt Amazons Alexa Befehle von uns entgegen, spricht mit uns, im Hintergrund haben wir ein Netzwerk von Sensoren und Aktoren, die alles Mögliche messen und steuern. Willkommen im Zeitalter des Internet der Dinge (Internet of Things, IoT).

Laut einer Studie von McKinsey & Company könnten sich weltweit schätzungsweise 127 neue Geräte pro Sekunde mit dem Internet verbinden und das Internet der Dinge dürfte bis 2025 in vielen verschiedenen Bereichen, einschliesslich Haushaltungen, Städten und Gesundheitsanwendungen, einen jährlichen wirtschaftlichen Einfluss von bis zu 11,1 Milliarden US-Dollar haben. Von den aktuell verfügbaren und für IoT geeigneten Funkkommunikationsstandards hat LoRaWAN ein grosses Potenzial. Netzbetreiber sind sich einig, dass sie nur 10 bis 15 Prozent des prognostizierten Volumens von IoT-Geräten mit dem Mobilfunk (NB-IoT) verbinden können, die meisten Analysten sagen voraus, dass 45 bis 55 Prozent im LPWAN-Raum liegen werden (laut LoRa-Alliance). Die grosse Reichweite, geringer Energiebedarf für die Kommunikation und die verhältnismässig günstige Infrastruktur sind hier der Schlüssel zum Erfolg

LoRaWAN, die offene und standardisierte Netzwerkschicht auf der extrem weitreichenden LoRa-Technologie, ist die neue drahtlose Datenkommunikationstechnologie für Low-Power-Wide-Area-Networks. Das Netzwerk basiert auf einer bewusst einfach gehaltenen Struktur, ist asymmetrisch ausgelegt für einen minimalen Energieverbrauch der Endgeräte mit einer zu erwartenden Batterielebensdauer von bis zu einem Jahrzehnt. Reichweiten von 100 Kilometeren oder mehr bei Sichtverbindung sind mit LoRa-Funkkommunikation möglich. Technologien dieser Art beflügeln den Aufschwung des Internets der Dinge und machen solche oder ähnliche Systeme überhaupt erst möglich. LoRaWAN wurde bisher vor allem in Vorstädten eingesetzt, hat aber das Potenzial, in neue Anwendungsgebiete vorzudringen, insbesondere wenn die Knoten mit kostengünstigen Indoor-Gateways kombiniert werden. Im Vergleich zu den aktuellen WiFi-Lösungen sind IoT-basierte Lösungen Plug & Play-fähig und verzichten auf komplizierte Registrierungsvorgänge durch den Endbenutzer. Dies vereinfacht die Anwendung massiv und ist darüberhinaus sehr vorteilhaft, da keine Installations- und Verkablungskosten anfallen, sowie eine Funkplanung hinfällig wird. Der Benutzer erhält direkten Zugriff auf seine Daten über diverse Dienste im Internet.

 

(Illustration Miromico AG)

 

Die Miromico AG bietet unter anderem LoRaWAN-basierte Lösungen für den Sensorknoten sowie Indoor-Gateways, die einen einfachen Einsatz im Feld ermöglichen. Die einsatzbereiten Module ermöglichen eine rasche Skalierbarkeit der Produkte und Systeme.

Im Allgemeinen konzipiert IoT die Idee der Fernverbindung und Überwachung von realen Objekten über das Internet. In unseren Eigenheimen kann dieses Konzept genutzt werden, um unser Leben intelligenter, sicherer und automatisierter zu machen. Der erste und offensichtlichste Vorteil von Smart Homes ist der Komfort, da mehr angeschlossene Geräte mehr Funktionen (Beleuchtung, Temperatur, etc.) ausführen können und den Bewohnern mühselige Aufgaben abnehmen. Darüber hinaus können Smart Home IoT-Geräte aber auch helfen, Kosten zu senken und Energie zu sparen. Die Effizienzsteigerung durch den Einsatz neuartiger Kommunikationstechnologien ist der wichtigste Aspekt und Vorteil des Einsatzes von IoT in Einrichtungen. Insbesondere bei batteriebetriebenen Sensorknoten sind kostengünstige Indoor-Gateways, die eine grosse Anzahl von Geräten bedienen können, unerlässlich, um die Sendeleistung der Sensorknoten für eine lange Batterielebensdauer zu reduzieren. LoRaWAN-basierte Indoor-Gateways können bis zu 10'000 Sensorknoten gleichzeitig bedienen.

Derzeit stehen die meisten der in der Entwicklung befindlichen IoT-Produkte am Anfang des Innovations-Prozesses. Der Smart-Home-Markt wird an Fahrt gewinnen, während die Preise für IoT-Geräte weiter sinken. Dadurch werden die Produkte vermehrt der breiten Öffentlichkeit zugänglich und von dieser auch immer stärker akzeptiert. Mit der Realisierung des Konzepts und der Idee des intelligenten Hauses ist der nächste logische Schritt die intelligente Stadt, was unzählige neuartige Anwendungsfälle bieten wird. Die Miromico AG ist entschlossen, weiterhin an der Spitze der IoT-Innovation zu bleiben und die besten Lösungen für eine nachhaltige Zukunft anzubieten. Denn die Entwicklung von cleveren und zukunftsweisenden Geräten für das Internet der Dinge leistet einen Beitrag an die Steigerung der Energieeffizienz und mithin an die Schaffung einer besseren Zukunft durch IoT.

 

Alex Raimondi

Alex Raimondi ist Bereichsleiter Elektronik-Entwicklung bei der Miromico AG.