Ditigal überwachte Pferde und ein Cyberwachhund

 

(cdh) – 2011 wurde der Top 100 Swiss Startup Award zum ersten Mal vergeben. 10 Ausgaben später ist der von Venturelab organisierte Anlass zur unumgänglichen Referenz im Schweizer Startup-Ökosystem geworden. Die 100 innovativsten und vielversprechendsten Schweizer Startups werden von einer Jury aus 100 führenden Investoren und Startup-Experten ausgewählt. Zwei Beispiele von Unternehmen aus dem ICT-Bereich unter den ersten zehn Plätzen:

Bronze für ein Wearable für Pferde

Zwei Beispiele aus dem ICT-Bereich: Das erste ist Piavita, ein Medtech-Startup, das die Veterinärmedizin mit digitalen Lösungen revolutionieren will. Für sein medizinisches Wearable für Pferde kombiniert Piavita Sensoren, Big Data und KI zu einer Plattform für die Fernüberwachung von kranken und rekonvaleszenten Pferden mit einer Hardware-unterstützten Softwarelösung. Das ergibt einen vollständig nicht-invasiven Ansatz zur Überwachung von Vitalparametern wie dem Pulsverlauf, der Atemfrequenz, dem Elektrokardiogramm oder der Kernkörpertemperatur der Tiere. Damit belegt das in Zürich ansässige Startup dieses Jahr den dritten Platz des Top-100-Swiss-Startup-Awards. Vor einem Jahr war es noch auf Platz 8.

Gegründet wurde Piavita von der Betriebswirtin Dorina Thiess und dem Ingenieur Sascha Bührle. Ihre Idee besticht: Wearables für Menschen gibt es schon lange: Fitnessbegeisterte messen ihre Leistung, dem Pflegepersonal helfen sie bei der Diagnose. Darauf, dass sie im Fall von Tieren noch viel nützlicher sein könnten, muss man erst einmal kommen, aber es macht Sinn. Tiere, insbesondere Fluchttiere wie Pferde, macht der Tierarzt leicht nervös. Sie aus der Distanz über längere Zeit überwachen und die so erhobenen Daten softwaregestützt auswerten zu können, kann den Tierarztalltag ungemein erleichtern.

Ein Cyberwachhund

Ein noch gewaltigerer Sprung gelang dem ETH-Spinoff Exeon Analytics, das sich vom letztjährigen 21. Rang diesmal als bestplatziertes Software-Startup des Jahres den vierten Platz sicherte. Exeon Analytics hat eine Security-Software entwickelt, die sich selbst von den cleversten Cyperangriffen nicht hereinlegen lässt und die Fachwelt begeistert. Im Schnitt wüten Hacker 200 Tage in einem System, bevor sie entdeckt werden. Dann ist der angerichtete Schaden meist schon riesig: Im Durchschnitt beträgt er 3,5 Millionen Dollar. Exeon Trace, die von Exeon entwickelten Big-Data- und Machine-Learning-Algorithmen hingegen entdecken und stoppen Bedrohungen über verschiedene Datenquellen hingweg, bevor sie kritische Schäden anrichten können.