Die Demokratisierung der Virtual Reality

Von Patrik Marty

5G wird meist mit dem Versprechen neuer digitaler Anwendungen in Verbindung gebracht. Die neue Technologie bietet die perfekte Konnektivität, sowohl für Einzelpersonen als auch für verschiedenste Unternehmen und ganze Branchen. So möchte auch HEGIAS die Vorteile aus der Kombination von 5G und der Virtual Reality als Gamechanger zuerst für die Immobilien- und Baubranche und später für «alle» nutzen.

Auch die weltweit erste browserbasierte High-End-Lösung zur Visualisierung und Kommunikation mit Hilfe von Virtual Reality (VR) für die Bau- und Immobilienbranche begrüsst 5G. Denn der Zugang zur zukunftsweisenden VR-Technologie wird mit HEGIAS VR in Kombination mit 5G einfacher, schneller und günstiger.

Die Schaffung von Virtual-Reality-Anwendungen verlangt einiges an technischen Voraussetzungen. So sind unter anderem kurze Latenzen und die hohe Bandbreite ganz wichtige Faktoren, um VR-Inhalte in hoher Qualität bereitstellen zu können. Hinzu kommt noch ein weiterer Faktor: Um Akzeptanz zu finden, müssen VR-Brillen künftig sehr kompakt und leicht sein. Dort passt kein Computer mit hoher Rechen- und Grafikleistung rein. Das mit 5G zunehmende Edge-Computing, bei der die Rechenleistung im Netz steckt, ist dafür die ideale Lösung.

Mit 5G kann auch die Streaminglösung von HEGIAS VR örtlich überall in bester Qualität, auch auf einem schwachen Endgerät wie einer Stand-Alone-VR-Brille, eingesetzt werden. Genau das möchte HEGIAS erreichen: Virtual Reality soll baldmöglichst einfach und kostengünstig, ohne Installation überall verfügbar und äusserst benutzerfreundlich für alle zugänglich sein.

 

Virtueller Baukasten

Vergangenen Dezember hat unsere junge Firma mit Hauptsitz in Zürich und einem Entwicklerteam in Lugano bei der Swisscom 5G Startup Challenge sowohl den Publikumspreis gewonnen als auch die hochkarätige 11-köpfige Jury überzeugt. Denn unsere Lösung birgt grosses Potential.

Derzeit fokussiert wir uns auf die Immobilien- und Baubranche. So unterstützt HEGIAS VR das Prototyping mit dem virtuellen Baukasten und einer grosszügigen Bibliothek an 3D-Objekten. Planer können direkt in der VR alternative Materialien und Farben wirken lassen, um das perfekte Ergebnis zu erreichen. Auch Arbeitsabläufe sowie Spezialbedürfnisse wie die Rollstuhlgängigkeit von Räumlichkeiten können noch vor dem Bau frühzeitig getestet werden.

Architekten können bereits in der Planungsphase geplante Immobilienprojekte gemeinsam mit allen Anspruchsgruppen begehen und besprechen. Mit HEGIAS VR kann jeder in Räume eintauchen, ihre Dimensionen erleben und sie aus allen Perspektiven betrachten. Alle sehen und verstehen das Gleiche. Dies erlaubt es dem Bauherrn mitzusprechen und es hilft Kosten zu senken, die anderweitig durch Missverständnisse und daraus resultierende Fehlplanungen entstehen.

Beeindruckende Referenzprojekte

Dass dies nicht nur Wunschdenken, sondern bereits Realität ist, zeigt das Grossprojekt mit Implenia. Der multinational tätige Schweizer Bau- und Immobiliendienstleister nutzt HEGIAS VR bei der Entwicklung des Lokstadt-Areals in Winterthur. In jeder Planungs- und Bauphase sowie in der Vermarktung konnten die beteiligten Partner, das heisst Investoren, Projektentwickler, Planer, Architekten, Ingenieure, Bauherren und Immobilienvermarkter mit ihren Kunden das Areal in der VR besichtigen und sich per Avatar unmittelbar austauschen.

Praktisch überall, wo geplant wird, macht das Prototyping in der VR ökologisch wie auch ökonomisch Sinn. Darum ist die grosse Vision von HEGIAS, dass die VR über unsere Lösung demokratisiert wird, so dass alle Menschen weltweit einen einfachen Zugang zur virtuellen Welt erhalten.

Patrick Marty

Patrik Marty ist CEO und Founder von HEGIAS.